Worum es geht.

Anmeldung bis 14. April möglich

kurze Beschreibung der Tagung als pdf

tagung grundlagenlehre mai 2019 salzburg – flyer

Die Frage nach bildnerischen oder künstlerischen Grundlagen in der Ausbildung von Künstler*innen, Gestalter*innen, Lehrer*innen und Schüler*innen ist ein „heißes Eisen“. Auf der einen Seite besteht große Skepsis gegenüber einer Festschreibung oder Standardisierung bestimmter Lehrinhalte und die Befürchtung einer damit einhergehenden Einschränkung der künstlerisch-gestalterischen Freiheit. Andererseits werden die Lehrenden in der Schule mit dem Bedürfnis nach solchen Grundlagen von Seiten der Schülerschaft konfrontiert. Daher wünschen sich viele Lehramtsstudierende an den Hochschulen den Unterricht von bildnerisch-künstlerischen Grundlagen, damit sie angemessen auf ihre Lehrtätigkeit in der Schule vorbereitet werden.
Ein möglicher Bezugspunkt bei der Frage nach solchen Grundlagen ist dabei die professionelle Ausbildung von Künstler*innen und Gestalter*innen. Aber ist dies der einzige Bezugspunkt? Und wenn nicht, ist es der wichtigste oder gibt es andere, wichtigere Bezugspunkte? Wie sollte generell mit dem Bedürfnis nach einer Grundlagenlehre umgegangen werden – auf den verschiedenen Ebenen der Ausbildung? Gibt es solche Grundlagen überhaupt? In welchem Verhältnis steht die professionelle Lehre von ausgebildeten Dozent*innen und Lehrer*innen zu den Anleitungen, Lehrgängen und Tutorials von Laien? Welchen Wert soll oder kann eine bildnerisch-künstlerische Grundlagenlehre haben in Zeiten, in denen sich jeder nach Belieben mit entsprechenden Internet-Blogs und Youtube-Kanälen weiterbilden kann und gestalterische Probleme zunehmend von intelligenter Software gelöst werden? Gibt es überhaupt noch eine scharfe Grenze zwischen der Lehre von Profis und von Laien? Wenn ja, worin besteht sie? Was für Vorstellungen von Kunst und Design oder vom Künstler und Designer stecken hinter den verschiedenen Lehrkonzepten?
Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich die Tagung „Grundlagenlehre. Kunst und Gestaltung.“ – in dem Jahr 2019, in dem das Bauhaus 100 Jahre alt wird. Das Konzept einer allgemeinen Grundlagenlehre, wofür das Bauhaus berühmt wurde, wird aus Sicht des 21.Jahrhunderts von Grund auf neu beleuchtet, befragt und beurteilt.

Call for Paper

Die Tagung findet in Schloss Frohnburg, Hellbrunner Allee 53, 5020 Salzburg statt.